Aprendo un poco espanol

10. Juli 2019:

Nach knapp 4 Stunden, mit einmal umsteigen in ein eher großes Privatauto sind wir dann auf 2300m in Xela angekommen. Unser Fahrer brachte uns bis vor die Schule Inepas, in welcher wir die nächsten Tage unseren Spanischunterricht haben würden.

Wir wurden gleich sehr liebevoll von María, der Direktorin der Schule empfangen. Im kommenden Gespräch entschieden wir uns dann für Unterrichtsstunden jeweils von morgens 8:00 bis 13:00 Uhr (kleine Pause von circa 20 Minuten so in der Hälfte), gefolgt von noch 2 Stunden am Nachmittag (15:00 bis 17:00 Uhr)! Gleichmal vorneweggegriffen – verdammt anstrengend und bereits nach den ersten 2 Stunden am Donnerstag dachte ich mir nur, wie bis heut Abend 17:00 Uhr wachbleiben und vor allem etwas verstehen. 😀

Aber zurück, neben dem Unterricht hatten wir auch angefragt bei einer Gastfamilie übernachten zu dürfen, nämlich bei der lieben Karla! Ebendiese kam uns dann auch in die Schule abholen und zeigte uns den Weg von der Schule zu der Wohnung 🙂 Da Karla nur Spanisch spricht, stellte sich der erste Kontakt für mich doch etwas schwieriger dar! Aber irgendwie kriegt man sich dann doch immer verständigt und ausgetauscht. Neben der Möglichkeit des Schlafens kriegen wir auch jeden Tag 3-mal gekocht, um 07:30 steht das Frühstück an bevor um 08:00 die Schule dann beginnt (5 Minuten Fußweg). Mittags gibt’s dann gegen 13:30 Mittagessen und abends nochmals gegen 20:00 Uhr.

Neben uns war auch noch Molly bei Karla untergebracht, die von Montag bis Freitag an einem Spanischkurs in einer anderen Schule teilnahm. Da wir für Mittwoch eh noch nicht viel geplant hatten, fragte uns Molly ob wir nicht mit zu den „Hot Springs Fuentes Georgina“ fahren wollen.

Also mal kurzerhand uns dafür entschieden, trotz Müdigkeit und es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Mit einem kleinen Minibus ging es dann weiter hoch in die Berge, wo die Aussicht bereits atemberaubend war. 🙂 Dann oben angekommen erwarteten uns die sogenannten Schwimmbecken. Durch die Vulkane waren die Wasserbecken nämlich so gut erhitzt, dass man ohne Bedenken oben in den Bergen darin baden konnte. Aus den hinteren Felsspalten plätscherte ständig sehr heißes Wasser raus.¨

Ansonsten stand für Mittwoch nicht mehr viel auf dem Plan, da uns das Schwimmen doch nochmals komplett ausgeknockt hatte :p Da wir eh noch den Jetlag spürten und auch der Wecker für die Schule um 07:00 klingelte, schliefen wir eigentlich gleich nach den Abendessen gegen 9 Uhr.

Donnerstag bis Samstag, zurückversetzt ins Jugendalter in die Schule 😀

Nach den ersten 2 Stunden Spanisch mit den ersten paar Vokabelen und das sogenannte Basico dialogo stand die erste Pause an und mein einziger Gedanke war – wie bleibe ich nur noch 5 Stunden Unterricht wach? 😛 Aber irgendwie hat sich das in den letzten 3 Tagen dann doch eingependelt, sodass der Morgen mit einer 20-30 Minutenpause dann doch recht schnell vergeht und ich aufnahmefähig bleibe, und durch das Mittagessen um halb 2 konnte dann doch noch genügend Energie getankt werden für die 2 Stunden Unterricht am Nachmittag.

Ansonsten verliefen die drei Tage Unterricht eher ereignislos, in der 2 Stunden Mittagpause wurde sich mal ausgeruht, mal ging es ein wenig sich die Beine vertreten. Weiter hieß es dann Abends noch Hausaufgaben machen (oh welche Freude), und durch die Erschöpfung ließen wir den Abend meistens bei einer Folge La Casa de Papel und Känguru-Hörbuch ausklingen.

Da wir am Sonntag dann endlich Wochenende hatten, hatten wir mit María ausgemacht, am Samstagabend nach dem Unterricht noch eine Geschichtsstunde über die Mayakultur zu erhalten. War super interessant, aber nach bereits 7 Stunden Spanischunterricht verabschiedete sich mein Kopf nach 40 Minuten in das wohlverdiente Wochenende 😀

An diesem Abend war der Himmel über Xela richtig schön, sodass wir noch hoch auf das Dach (wo auch die Wäsche gemacht wurde) gingen, erstmal paar Fotos schossen um dann im Anschluss einfach auf dem Dach zu sitzen, zuzusehen wie die Stadt langsam in der Abenddämmerung einschlief und die Ruhe genossen!

14. Juli 2019:

Für Sonntag stand dann erstmal ausschlafen auf dem Plan.. Durch den Rhythmus war es dann doch wieder um 7 Uhr morgens mit dem Schlaf vorbei! Was aber insofern gut war, da wir dann gleich hoch aufs Dach waren, um erstmal unsere Wäsche zu waschen da wir dort oben genügend Platz hatten alles sauber aufzuhängen. Vorteil des frühen aufstehen war, dass die Sonne dann auch bereits sich den Weg durch die Wolken bahnte und wir unsere Kleidung halbwegs trocken bekamen. Ansonsten stand morgens erstmal noch Spanischlernen auf dem Programm, bevor wir dann gegen 12:00 Uhr die Wäsche ins Zimmer brachten (das Wetter kann in Guatemala so schnell umschlagen, dass wir das Risiko nicht eingehen wollten dass es Mittags mit regnen anfängt – vorneweggegriffen, Sonntag war der erste Tag ohne Regen seit wir am Dienstag in Guatemala angekommen sind 😀 ). Den restlichen Mittag verbrachten wir mit über die Märkte laufen, auf einer Terrasse mit super schönem Ausblick etwas zu trinken usw. Nach dem Abendessen setzten wir uns dann nochmals an die Hausaufgaben und somit war die erste Woche der Reise auch bereits vorbei. 🙂

Wann der nächste Eintrag erfolgen wird weiß ich jetzt noch nicht genau, wir haben jetzt noch 3 Tage Unterricht bis Mittwoch vor uns – danach wissen wir noch nicht so ganz genau wo es uns hin verschlagen wird! Wohl nach Flores und Tikal, aber das ist gefühlt eine halbe Weltreise mit um die 10 Stunden Busfahrt von der Hauptstadt aus. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten! 🙂

Gilles Bonert

Tri & Travel

Werbeanzeigen

Der BamBus ist nicht mehr zu bremsen

Nachdem die Mauern fertiggestellt wurden, läuft die Arbeit mit dem Bambus seit gut zwei Wochen auf Hochtouren. Mithilfe einer Art Schablone aus Beton auf dem Boden werden Stück für Stück die einzelnen Dachelemente angefertigt. Nachdem wir, die letzten hier verbliebenen Freiwilligen, dem Bambus-Experten der Baustelle bei seiner Arbeit zunächst nur assistiert haben, sind wir mittlerweile auch in der Lage, eigenständig bestimmte Schritte durchzuführen und unseren kleinen Teil zum Gesamtwerk beizutragen, auch wenn wir gefühlt viermal so lange brauchen wir unser Maestro.

 

 

Neben der Arbeit mit dem Bambus tut sich auch noch einiges andere. So wurde die Straße, die zur Baustelle führt, an zwei Kurven ausgebessert. Außerdem wurde damit begonnen, ein Fundament für zwei weitere Klassenraum-Container zu legen, die bereits vor Ort sind und in denen momentan der Unterricht für die Kinder stattfindet. Diese sollen später auf das fertige Fundament verlegt werden und bilden dann eine Ergänzung zum Gebäudeteil aus Bambus und Lehm. Für diese Arbeiten liegt unsere Aufgabe vor allem darin, Steine, Erde oder Zementmischung zu transportieren.

IMG_4901

 

Heute war es für uns nach vielen anstrengenden Tagen auf der Baustelle eine willkommene Abwechslung, dass wir Luis, den Architekten, begleiten und drei weitere Schulbauprojekte besichtigen konnten. Jedes dieser Projekte ist unterschiedlich weit fortgeschritten, an zweien findet bereits normaler Schulbetrieb statt. Auf dieser Fahrt haben wir viel über die Arbeit mit Bambus und Lehm gelernt und einen Einblick bekommen, wie die Schule in Chuacorral aussehen könnte, wenn sie im kommenden Jahr fertiggestellt ist.

 

Einer geht und Zwei biegen Stahl

Der Montag kam… und Konstantin wollte die fruehe Stunde nutzen um sich nach Shela aufzumachen… Doch rechnete er nicht mit einer kleinen Ueberraschung denn an diesem Tag kam er gegen 10 Uhr ploetzlich in Begleitung unseres Gastvaters Pedro. Wir hatten gerade die ehrenvolle Aufgabe einen Zimmererbock zu bauen (welcher natuerlich ueberragend wurde;)) als die beiden uns berichteten das heute noch eine Einweihungsfeier fuer eine neue Strasse im Dorf stattfinden wuerde, welcher wir dann auch beiwohnten. Ich weiss zwar nicht wie viele Menschen in Nuevo Amanecer leben doch an diesem Tag hatte wohl jeder eine Rede vorbereitet… selbstredend in der indigen Sprache (Kaziquel) wovon wir lediglich „Matiosch“ (Danke) und einige Widmungen an die “ Amigos Alemanes“ verstanden. Entschaedigt wurden sausende Ohren und schmerzende Hintern dann aber bei dem grossen gemeinsamen Festessen mit dem ganzen Dorf. So zog sich der Tag dann hin und wir verabschiedeten unseren Freund ein weiteres Mal bei perfektem Reisewetter (stroemender sinnflutartiger Regen)! Dienstag flochten wir ersteinmal fleissig Bewaehrungskoerbe fuer die Betonsauelen und stellten diese dann auf. Die Arbeit gestaltete sich die Woche besonders abwechslungsreich…. Wir konnten es kaum glauben als wir den PickUP von Luis sahen… auf der Ladeflaeche stand ein Betonmischer!! die erste Maschiene auf der Baustelle und gemeinsam und mit Hilfe der Technick fuellten wir schnell die vorgefertigten Schalungen mit Frischbeton!

Am  Donnerstag hat es uns beide leider zerlegt und wir gaben uns der wirklich zuvorkommenden Hilfe und Sorge unserer Gastfamilie hin. Stehen aber mitlerweile wieder auf den Beinen

Liebe Gruesse an alle die das hier lesen und Bilder folgen die Tage …

Die zweite Woche…

Diese Woche war vor allem von Schaufel und Spaten gepraegt. Zusammen mit den Dorfbewohnern und unserem Vorarbeiter Guadeloupe hebten wir den ersten Graben fuer das Fundament aus. Die unermuedliche Sonne sorgte diese Woche nicht nur fuer Wasserausfall, sondern machte die Arbeit auch deutlich anstrengender als in der ersten Woche. Dafuer ist der erste Abschnitt der Fundamentgrube (7 Meter lang, 3 Meter tief) heute fertig.

20150702_111952

20150701_155854

20150701_145356

Die Arbeiten am Fundament wurden am Mittwoch durch die feierliche Einweihungszeremonie, die den offiziellen Beginn der Erweiterung der Schule markierte, unterbrochen. Im Beisein von Vertretern der regionalen Regierung, des Architekten Luis und des Dorfkomittees wurden ersteinmal allerlei Reden gehalten, auch von uns, den „amigos alemanes“. Neben den Lehrern und Schuelern der Grundschule in Nuevo Amanecer war, als Vorsitzender des Dorfkomittees, auch unser Gastvater Pedro anwesend. Im Anschluss an die Feierlichkeiten gab es ein kleines Mittagessen, bei dem sich die Projektverantwortlichen noch einmal austauschen konnten, ehe das grosse Graben auf der Baustelle weiterging.

20150701_112717 20150701_112740

Die feierliche Grundsteinlegung durch die Schulkinder, den Architekten Luis und uns.

20150701_115107 20150701_101740

Allerlei Bloedeleien gehoeren natuerlich auch dazu!