20.08-24.08: Die Zerstoerung hat ein Ende

Nach einem eher ruhigen Wochenende, an dem wir gemeinsam im Atitlansee in Panajachel schwimmen waren, am Sonntag mit der ganzen Familie den Gottestdienst besucht und fuer sie Lasagne gekocht haben, durften wir nun das erste Mal beim Zementieren helfen!

Zuerst mussten dazu Stahlstreben zurechtgesaegt und mit Draht zusammen gebunden werden, welche dann anschliessend in die Zwischenraeume, die wir zuvor in die Mauern geschlagen haben, als Stabilisierung eingefuegt wurden. Teilweise wurde dann sogar schon der erste Zement eingegossen und so die ersten Saeulen, die die zweite Etage tragen werden, befestigt.

Desweiteren haben wir Steine hergestellt, um die Stahlgitter, die fuer die Saeulen gebraucht werden, noch mehr zu stabilisieren und noch 2 weitere Holzboecke. Natuerlich musste vorher noch der angesammelte Schutt auf einen LKW geladen und weggeschafft werden.

Es ist sehr schoen nun endlich etwas aufzubauen und Konkretes fuer die Schule zu schaffen, statt nur Dinge zu zerstoeren und kaputt zu schlagen. Das motiviert die ganze Truppe und macht richtig gute Laune.

Morgen wollen wir dann mit den Kindern in der Schule einige Postkarten basteln und am Wochenende ist es fuer Lukas dann leider auch schon Zeit zu gehen; d.h. die Baustelle laeuft bereits einen ganzen Monat.

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Vincent schafft Platz fuer neue Saeulen

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Kathrin in Aktion

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S4520024 Aufraeumaktionen

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Ein Sturm zieht auf!

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Stahlstreben in der Mauer

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Stand der Baustelle am 24.August

Fotos von der Feier

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Die Feier am Donnerstag

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Die symbolische erste Spatenstich, der hier ein Stein fuer das Fundament ist, wird von einem Jungen der Schule ausgeloest

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Lukas haelt eine flammende Rede und bedankt sich fuer die Herzlichkeit des Dorfes

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Zwischendurch gibt es auch lustige Spiele, hier mit Estuardo, dem Sohn des Architekten

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Gruppenfoto mit Kindern dere Schule

15.08 – 19.08: Kathrin und Vincent sind da!

In den ersten beiden Tage der Woche hiess es wieder – fuer den neuen Grundriss nicht erforderliche – Mauern einzureissen. Eine ziemlich muehselige Arbeit.

Ausserdem besuchte die Schule am Dienstag eine christlich, amerikanische Jugendgruppe, die ein Animationsprogramm vorbereitet hatten und einige Geschenke verteilten.

Mittwoch kamen schliesslich Vincent und Kathrin, die von der Reise ein wenig erschoepft waren, im Dorf an. Daraufhin assen wir gemeinsam und die Neuankoemmlinge wurden herzlich von der Familie begruesst. Beide Seiten waren wissbegierig, was die jeweils andere ueber das Leben, ueber die Familie und ihre Leben in ihrem Land berichten wuerde. ausserdem wurde den Beiden ein ganz besonderes neues Mitglied der Familie vorgestellt, die winzige aber suesse Katze, Wis. Einige Mitbringsel fanden besonderen Anklang ein Koelnpuzzle und die darauf abgebildete koelner Skyline, inklusive Dom und ein Bild Kathrins samt ihrer Familie.

Donnerstags begaben wir uns nichtsahnend zur Schule, wo die Schueler/innen und Lehrerinnen bereits den Hof zu einem Festzelt umgestaltet hatten. Uns liefen sofort neugierige Schueler entgegen, die natuerlich alle persoenlich begrusst werden wollten. Wir waren von soviel Herzlichkeit leicht perplex. Irgendwie schafften wir es schlussendlich Platz zunehmen, natuerlich auf den Ehrenplaetzen zuseitens Luis und Estuardos, den Dorfchefs und den Lehrerinnen. Die Kinder fuehrten lokale Taenze auf und die musikalischen unter ihnen stimmten Lieder an. Die diversen Hymnen Guatemalas und die der Region durften auch nicht fehlen. Das alles natuerlich unter viel Zuruf und Applaus der Zuschauenden. Die Stimmung erreichte allerdings ihren Hoehepunkt, als wir diverse Geschicklichkeitsspiele, wie Reise nach Jerusalem, spielten. Von dem ganzen Trubel ziemlich erschoepft verabschiedeten wir uns vor den vor Energie brodeldenden Kindern. Wir assen gemiensam mit Estuardo, Luis und allen anderen, die viele Weisheiten und Geschichten teilten und mit denen viel gelacht wurde. Schlussendlich begannen wir gegen Mittag zu arbeiten. Wir hoben Fundamente aus und unsere Haende protzten am Abend vor Schwielen und Blasen. Aber mehr im naechsten Blog. Am Samstag soll uebrigens Panajachel besucht und eine Runde Fussball gespielt werden, an der, wie es scheint, das ganze Dorf teilnimmt.

Fotos folgen innerhalb der naechsten Tage.

8. – 14. August: Die zweite Woche

Nach den verregneten Tagen, wurde es am Montag wieder schoener, es waren auch wieder viele Freiwillige da und wir kamen gut damit voran, die Schule auf eine Ebene zu bringen, sodass das zweite Stockwerk gebaut werden kann. Auch das Vordach musste dafuer eingerissen werden, das bei den massiven Platten ziemlich lange dauerte. Am Freitagabend lagen schliesslich nur noch fuenf Dachbalken auf der Schule, die wir nicht mehr geschafft haben. Ich wuerde gerne mehr schreiben, aber wir haben nichts anderes gemacht. Inzwischen haemmere ich schon in meinen Trauemen Gestein und wenn ich eine schoene Saeule oder Wand sehe, ueberlege ich mir unwillkuerlich, wie ich diese am besten bearbeiten koennte.

Am Montag-Morgen war ich noch in der Schule und habe mit den Kindern auf Briefe geantwortet, die mir eine Lehrerin aus Deutschland mitgegeben hat. Die Kinder waren sehr interessiert daran, was die Schueler in Deutschland so schreiben und haben sich sehr viel Muehe gegeben, besonders die Namen der deutschen Kinder sorgten fuer viel Aufregung. Spontan ist die Schuldirektorin dann in eine Versammlung verschwunden und meinte, ich solle mich so lange, um die Klasse kuemmern. Ich habe versucht ihnen etwas Englisch beizubringen, schlussendlich haben wir dann aber nur Fussball gespielt. War aber auch schoen.

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Die Schueler schreiben die Briefe

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Wir spielen Fussball

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Arbeiten auf dem Dach

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Die Schule am Mittwoch der 2. Woche

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Die Schule am Ende der zweiten Woche – ohne Dach

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First Person- Arbeitsfoto

Dann habe ich noch die Urgrosseltern der Gastfamilie kennengelernt (die aussahen, als waren sie geradewegs aus einem Maya-Bilderband gestiegen), am Donnerstag war ich etwas krank und habe einen Tag Pause gemacht. Am Wochenende haben wir einen kleinen Film gedreht und waren im Atitlan-See zusammen schwimmen .