Paulas erste Woche

Von der zweitgrößten Stadt Guatemalas, im der man den Alltag der Menschen, ihr Treiben, Handeln und Leben wirklich gut beobachten und miterleben kann, ging es in den wohl am gegensätzlichsten ländlichen Bereich, wo alles noch einmal völlig anders laufen sollte.                     Von Quetzaltenango nach Chuacorral.

Weil Kate dieses Jahr leider kein Teil des Projektes ist habe ich dieses Woche alleine im Projekt gestartet. Was uns anderen Teilnehmern dadurch leider auch entgeht sind ihr täglich versprochenen Frühstücke, ihre Stimme in Begleitung einer Ukulele und natürlich ihre Anwesenheit.  Wie gut das mit nun Joannas liebliche Stimme immer wieder zu Ohren kommt, da auch sie die Gabe der musikalischen Erheiterung versteht… doch auch ich leiste durch mein ständiges Gesumme einen musikalischen Beitrag und gebe Joanna gleichzeitig ein Stück Heimat, da ihr Bruder wohl genauso viele unbewusste Töne von sich gibt wie ich. Grüße gehen raus an Noah Thimme.

Dies ist also der Bericht meiner ersten Projektwoche in Chuacorral.

Ganz Joanna zu Freude, die die letzten Wochen immer mehr neben als auf der Baustelle gearbeitet hat, konnten wir direkt auf der Baustelle mithelfen Haufen an Erde in den Schacht zurückschütten, den Martine und Gilles vermutlich ein paar Wochen vorher mühevoll ausgehoben hatten. Am nächsten Tag habe ich so intensiv meinen Rücken gespürt wie noch nie zuvor.  Mit Wasser die Erde im Schacht begießen und einem Stock darin herum stochern fiel auch unter unseren Aufgabenbereich. In den nächsten Tagen arbeiteten wir dann sehr viel mit Draht. Denn gewisse Halterungen mussten an jeweils vier Stahl-Stangen in gewissen Abständen befestigt werden, doch das Bild erläutert etwas genauer was wirklich die Aufgaben war.

 

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Joanna ist etwas perfektionistisch angehaucht, weshalb sie die Aufgaben stets zu gründlich ausführte und wir als Team etwas langsamer waren als die anderen freiwilligen Arbeiter aus dem Dorf, denn die zu befestigenden Halterungen waren eigentlich immer 1mm zu weit rechts oder links. Dieser Perfektionismus kam uns allerdings auch schon sehr zu Gute. Eines Nachmittas beschloss sie nämlich den Herd zu putzen und war damit ungelogen 2 Stunden beschäftigt. Ich glaube er strahlte noch nie schöner.

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Mit den Zangen einhändig den Draht zu kappen ist auch eindeutig schwerer als es bei unserem lieben  Christobal aussah. Mit zwei Händen und viel Kraft schafften wir es denn schließlich auch. Das Ergebnis war ein dicker Hornhautring an den Händen. Etwas problematisch war auch der erste Klogang auf der Baustelle, da ich mir nicht so sicher war in welchen Teil der  Toilette man machen sollte. Es gab zwei. Bei uns zu Hause ist das einfacher, da es nur ein Loch gibt und man kann sogar die Sterne betrachten, denn sobald man steht kann man eigentlich alles um das Klohaus herum sehen und im besten Fall dem Nachbarklo winken.

Die Familie ist richtig lieb, am Anfang war ich mir sicher dass ich mir all die Namen niemals merken würde, was sich aber im Laufe der Zeit besserte.             Stets in der Begleitung der beiden Hunde Chester und China und den zwei kleinen Jungs Joni und Anchel machten wir am Wochenende einen Ausflug zu einem Wasserfall. Anchel der angsteinflößende Ninja Krieger machte uns alle nass und Joni vergnügte sich im schlamm, weshalb  sein Gesicht später von einer feinen Schlammschicht überzogen war. Joana und ich bekamen Blumen von den beiden und als sie auch unsere Lieblingsfarben wussten, sammelten sie nur noch Blumen in diesen Farbtönen. Die beiden sind echt Zucker und stehen auf unsere selbstgemachten Pancakes. Jetzt kochen wir eine Reispfanne für die beiden und deswegen sage ich Mal Buenos noche und bis zum nächsten Mal.

 

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