Über oyakesperanza

Esperanza und Oyak sind zwei deutsche Vereine, die Grundschulen in Guatemala, insbesondere in der Region Sololá, bauen. Am Anfang stellt das Dorf einen Antrag auf eine Schule bei unserem Architekten Luis Alberto Palacios, der sich dann die Situation genauer anschaut und entscheidet, ob eine Schule gebaut werden soll oder nicht. Finanziert wird das dann von den Vereinen. Jeder Verein finanziert pro Jahr eine Schule oder einen Anbau, je nachdem, wie viele Spenden im vergangenen Jahr zusammengekommen sind. Es gibt auch die Möglichkeit, für eine Zeit von mindestens vier Wochen im Projektdorf zu helfen und so direkt am Schulbau beteiligt zu werden.

Der BamBus ist nicht mehr zu bremsen

Nachdem die Mauern fertiggestellt wurden, läuft die Arbeit mit dem Bambus seit gut zwei Wochen auf Hochtouren. Mithilfe einer Art Schablone aus Beton auf dem Boden werden Stück für Stück die einzelnen Dachelemente angefertigt. Nachdem wir, die letzten hier verbliebenen Freiwilligen, dem Bambus-Experten der Baustelle bei seiner Arbeit zunächst nur assistiert haben, sind wir mittlerweile auch in der Lage, eigenständig bestimmte Schritte durchzuführen und unseren kleinen Teil zum Gesamtwerk beizutragen, auch wenn wir gefühlt viermal so lange brauchen wir unser Maestro.

 

 

Neben der Arbeit mit dem Bambus tut sich auch noch einiges andere. So wurde die Straße, die zur Baustelle führt, an zwei Kurven ausgebessert. Außerdem wurde damit begonnen, ein Fundament für zwei weitere Klassenraum-Container zu legen, die bereits vor Ort sind und in denen momentan der Unterricht für die Kinder stattfindet. Diese sollen später auf das fertige Fundament verlegt werden und bilden dann eine Ergänzung zum Gebäudeteil aus Bambus und Lehm. Für diese Arbeiten liegt unsere Aufgabe vor allem darin, Steine, Erde oder Zementmischung zu transportieren.

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Heute war es für uns nach vielen anstrengenden Tagen auf der Baustelle eine willkommene Abwechslung, dass wir Luis, den Architekten, begleiten und drei weitere Schulbauprojekte besichtigen konnten. Jedes dieser Projekte ist unterschiedlich weit fortgeschritten, an zweien findet bereits normaler Schulbetrieb statt. Auf dieser Fahrt haben wir viel über die Arbeit mit Bambus und Lehm gelernt und einen Einblick bekommen, wie die Schule in Chuacorral aussehen könnte, wenn sie im kommenden Jahr fertiggestellt ist.

 

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Das Fundament ist gelegt und die Mauer wird gebaut…

Halli hallo wir haben lange nichts von uns hören lassen und wollten euch mal wieder auf den neusten Stand bringen.

In den letzten Wochen ist mehr oder weniger viel passiert. Also es ist viel passiert sieht aber vermutlich nach nicht allzu viel aus.

Das Fundament wurde fertiggestellt und es wurde mit dem Bau des Sockels der Schule begonnen. Dieser muss hergestellt werden, damit der Bambus (wie es auch bei Holz der Fall ist) nicht in unmittelbarem Kontakt mit dem Boden steht und somit nicht von unten feucht wird. Dieser Sockel ist bereits auch schon ziemlich weit. Ca. zweidrittel der Außenwände ist bereits fertig und es fehlen noch die Innenwände. Es stecken schon einige Bewährungen in der Mauer, auf denen die Bambusstützen stehen werden.

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Der Permakultur Garten ist bereits auch fertig. Die Arbeit mit dem Bambus hat uns super viel Spaß gemacht und wir sind ständig dabei uns zu überlegen, was wir aus dem Bambus noch schönes Zaubern können.

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Wir waren in den letzten Wochen auch in der ein oder anderen Schule zu besuch. Bei Schulen, die gerade gebaut werden. Zum Beispiel waren wir in Chaquijya und es ist unglaublich, was sich dort in den Letzten 5 Wochen getan hat. Wir waren auch in Schulen, die Anträge für neue Klassenräume gestellt haben. Es war sehr interessant die Projekte zu sehen, die um die Jahre 2003 gebaut wurden.

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Bambus, Sand und mehr

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Hallo!
Letzte Woche haben uns Luis und Estuardo auf einen Ausflug zu ihrer Bambusplantage mitgenommen.  Dort wächst der Bambus für unsere Schule. Wir fanden gut, dass der Bambus dort natürlich zwischen anderen Pflanzen wie Kaffee und Bananen vorkommt und nicht in Monokulturen angebaut wird. Da die Plantage mitten in den Tropen lag, mussten wir uns mit den Pick-ups über unwegsame Straßen und durch Flüsse kämpfen. Es war sehr spannend zu sehen, wo die ganzen Baumaterialien für unsere Schule herkommen. In der darauffolgenden Woche ging es wieder auf die Baustelle. Es wurde erstes Material angeliefert wie Bambus und Sand. Wir haben begonnen, einen Garten für die Permakulturen anzulegen.  Geholfen hat uns dabei Emilio,  welcher auch viele andere Permakulturprojekte begleitet. Auch auf der Baustelle hat sich einiges getan. Der Boden nimmt allmählich Form an und heute haben wir den kompletten angelieferten Bausand durch die Milpa zur Baustelle geschleppt.
Außerdem wurden wir gestern von dem Alcalde (Bürgermeister) von Solola und der Municipalidad zum Essen eingeladen.  Das war richtig interessant, die Mitglieder haben viel über die Problematik und aktuelle Lage rund um die Schulen erzählt. Zur Überraschung haben wir alle sogar ein Gastgeschenk bekommen.
Wie es auf der Baustelle weitergeht, werden wir euch in den kommenden Tagen erzählen.

Der Start in Chuacorral

Hallo, wir sind die nächsten 5 Freiwilligen und werden euch aus dem neuen Projekt in Chuacorral berichten . Hier wird eine ganz neue Schule gebaut: ein Klassenraum, eine Küche und ein Büro. Die Schule soll auf einem Maisfeld gebaut werden, weswegen wir in der letzten Woche zunächst alle Maispflanzen rausgezogen haben. Unsere nächste Aufgabe war es, die restlichen Pflanzen – Bohnen und Kartoffeln – aus der Erde herauszuhacken. Da das Maisfeld abschüssig war , folgte im wahrsten Sinne des Wortes die richtige Drecksarbeit. Ein großer Teil der Erde muss abgetragen und an das andere Ende des Feldes verfrachtet werden. Dazu dienen uns Hacken, Schüppen und zwei Schubkarren. Die Arbeit in der prallen Sonne ist zwar hart und mühselig,  doch trotzdem macht es Spaß und die tägliche Cola-Pause am Nachmittag führt zu zusätzlicher Motivation. So graben wir uns Tag für Tag gemeinsam mit unseren Mitarbeitern aus dem Dorf durch das Feld. Wie auf den Bildern zu sehen, können wir am Ende des Tages immer einen Fortschritt beobachten. Abends kehren wir dreckig und erschöpft bei unserer Familie ein, die uns mit offenen Armen empfangen hat und uns jeden Tag aufs Neue zeigt, was Gastfreundschaft bedeutet. Wie unsere Schule  am Ende aussehen könnte, zeigte uns der Ausflug am Dienstag zur Projektschule des letzten Jahres im Dorf Pacoxom. Dort wurde uns das Projekt der Permakultur nähergebracht, indem Vertreter verschiedener Schulen ihre Ideen und Entwicklungen vorgestellt haben. Auch an unserer Schule soll ein Garten für das Permakulturprojekt angelegt werden. Heute wurde die Grundsteinlegung unserer Schule gefeiert. Die Kinder haben uns mit traditionellen Tänzen überrascht, es wurden Reden gehalten und die Feier klang mit einem gemeinsamen Mittagessen aus. Wir sind gespannt, was uns die kommende Woche erwartet und werden so bald wie möglich berichten.