Bambus, Sand und mehr

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Hallo!
Letzte Woche haben uns Luis und Estuardo auf einen Ausflug zu ihrer Bambusplantage mitgenommen.  Dort wächst der Bambus für unsere Schule. Wir fanden gut, dass der Bambus dort natürlich zwischen anderen Pflanzen wie Kaffee und Bananen vorkommt und nicht in Monokulturen angebaut wird. Da die Plantage mitten in den Tropen lag, mussten wir uns mit den Pick-ups über unwegsame Straßen und durch Flüsse kämpfen. Es war sehr spannend zu sehen, wo die ganzen Baumaterialien für unsere Schule herkommen. In der darauffolgenden Woche ging es wieder auf die Baustelle. Es wurde erstes Material angeliefert wie Bambus und Sand. Wir haben begonnen, einen Garten für die Permakulturen anzulegen.  Geholfen hat uns dabei Emilio,  welcher auch viele andere Permakulturprojekte begleitet. Auch auf der Baustelle hat sich einiges getan. Der Boden nimmt allmählich Form an und heute haben wir den kompletten angelieferten Bausand durch die Milpa zur Baustelle geschleppt.
Außerdem wurden wir gestern von dem Alcalde (Bürgermeister) von Solola und der Municipalidad zum Essen eingeladen.  Das war richtig interessant, die Mitglieder haben viel über die Problematik und aktuelle Lage rund um die Schulen erzählt. Zur Überraschung haben wir alle sogar ein Gastgeschenk bekommen.
Wie es auf der Baustelle weitergeht, werden wir euch in den kommenden Tagen erzählen.

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Der Start in Chuacorral

Hallo, wir sind die nächsten 5 Freiwilligen und werden euch aus dem neuen Projekt in Chuacorral berichten . Hier wird eine ganz neue Schule gebaut: ein Klassenraum, eine Küche und ein Büro. Die Schule soll auf einem Maisfeld gebaut werden, weswegen wir in der letzten Woche zunächst alle Maispflanzen rausgezogen haben. Unsere nächste Aufgabe war es, die restlichen Pflanzen – Bohnen und Kartoffeln – aus der Erde herauszuhacken. Da das Maisfeld abschüssig war , folgte im wahrsten Sinne des Wortes die richtige Drecksarbeit. Ein großer Teil der Erde muss abgetragen und an das andere Ende des Feldes verfrachtet werden. Dazu dienen uns Hacken, Schüppen und zwei Schubkarren. Die Arbeit in der prallen Sonne ist zwar hart und mühselig,  doch trotzdem macht es Spaß und die tägliche Cola-Pause am Nachmittag führt zu zusätzlicher Motivation. So graben wir uns Tag für Tag gemeinsam mit unseren Mitarbeitern aus dem Dorf durch das Feld. Wie auf den Bildern zu sehen, können wir am Ende des Tages immer einen Fortschritt beobachten. Abends kehren wir dreckig und erschöpft bei unserer Familie ein, die uns mit offenen Armen empfangen hat und uns jeden Tag aufs Neue zeigt, was Gastfreundschaft bedeutet. Wie unsere Schule  am Ende aussehen könnte, zeigte uns der Ausflug am Dienstag zur Projektschule des letzten Jahres im Dorf Pacoxom. Dort wurde uns das Projekt der Permakultur nähergebracht, indem Vertreter verschiedener Schulen ihre Ideen und Entwicklungen vorgestellt haben. Auch an unserer Schule soll ein Garten für das Permakulturprojekt angelegt werden. Heute wurde die Grundsteinlegung unserer Schule gefeiert. Die Kinder haben uns mit traditionellen Tänzen überrascht, es wurden Reden gehalten und die Feier klang mit einem gemeinsamen Mittagessen aus. Wir sind gespannt, was uns die kommende Woche erwartet und werden so bald wie möglich berichten.

Meine letzte Woche in Chaquijya

Diese Woche ist meine letzte Woche in Chaquijya und nächste Woche geht es für uns freiwillige in diesem Jahr in Chuaccoral weiter.

In Chaquijya ist in dieser Woche richtig viel passiert. Am Montag wurde der Lehm für die Wände geliefert. Die Unterkonstruktion für die Lehmwände ist, so gut wie an allen Wänden bereits montiert. Es fehlt nicht mehr viel um diese fertigzustellen. Am Mittwoch wurde dann die erste Lehmwand gebaut. Der Lehm wird von außen und von innen an die Unterkonstruktion geschmiert oder geklatscht und dann mit den Händen zu einer Ebene verrieben. Das konnte ich auch gleich mal ausprobieren und es hat ziemlich viel Spaß gemacht. Es ist super interessant zu sehen, wie die Lehm-Bambuskonstruktion fortschreitet und vor allem wie schnell alles ging. Vor fünf Wochen kam ich das erste mal auf die Baustelle. Zwei Klassenräume aus Bambus und das Dach gab es schon, aber für den dritten Klassenraum hat noch fast alles gefehlt. Heute ist die Bambuskonstruktion in den letzten Zügen und es stehen schon ein paar Lehmwände. Wirklich toll und beeindruckend.

Aber jetzt könnt ihr euch noch selbst ein Bild von der Baustelle machen. Und ein vorher-nachher Bild gibt es auch.

 

 

 

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Eine weitere Woche in Chaquijya

Auf der Baustelle geht es ganz schön schnell voran. In dieser Woche sind wir zu acht bis zehnt auf der Baustelle. Wir sind mit der Bambuskonstruktion so gut wie fertig, es fehlen jetzt nur noch die Verandas und vier Stützen. Am Anfang dieser Woche wurde das Gerüst aufgebaut. Und seit Mitte der Woche sind richtig viele Männer am Werk und montieren die Bambusstreben für die Lehmwände. Es werden vertikal und horizontal ca. 2cm breite Bambusstreben an die Konstruktion geschraubt. Erst werden die vertikalen Streben montiert, dann kommt ein Kunststoffnetz darauf und danach werden die horizontalen Streben montiert, damit das Netz auch hält. Ich bin sehr gespannt, was nächste Woche so alles ansteht und halte euch auf dem laufenden.

Fenster-1_20180711_Fenster ohne BambussprossenFenster-2_20180711_Fenster mit Bambussprossen vertikalFenster-3_20180713_Fenster mit Gitter

Achso, die Knödel sind super angekommen. Es gab kein Fleisch dazu, weil ich nicht die beste Köchin bin und mit Knödeln und Soße alle Hände voll zu tun hatte. Aber meine Familie fand sie spitze und das Rezept hab ich auch gleich weiter gegeben.